Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Sprachmittlung in der Gesundheits­versorgung

Kommunikation ist Voraussetzung für eine gute und sichere Behandlung. Wenn Patient*innen und Behandelnde einander nicht verstehen, können wichtige Informationen verloren gehen – mit Folgen für Diagnose, Therapie, Patient*innensicherheit und Vertrauen. Professionelle Sprachmittlung stellt sicher, dass Verständigung gelingt und Patient*innenrechte gewahrt bleiben. In der Versorgungspraxis bestehen allerdings einige offene Fragen rund um das Thema Sprachmittlung: Wer hat Anspruch auf Sprachmittlung? Wie wird sie organisiert und finanziert? Welche Qualitätsanforderungen gelten? Und warum ist Sprachmittlung ein zentraler Bestandteil guter Versorgung? Mit dem FAQ (frequently asked questions/häufig gestellte Fragen) greifen wir einige dieser Fragen auf, um eine erste Orientierung zum Thema Sprachmittlung in der Gesundheitsversorgung zu geben und bestehendes Wissen zu bündeln. Die Sammlung der Fragen hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Neue Fragen sowie Ergänzungsbedarfe fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des FAQ ein. Hinweise und Anregungen senden Sie gern an
simple-sprachmittlung@charite.de

Allgemeines zur Sprachmittlung

Rechtliche Situation

Kosten und Finanzierung

Qualität und Standards

Literatur

  1. Cox, A., Rosenberg, E., Thommeret-Carrière, A.-S., Huyghens, L., Humblé, P., & Leanza, Y. (2019). Using patient companions as interpreters in the Emergency Department: An interdisciplinary quantitative and qualitative assessment. Patient Education and Counseling, 102(8), 1439–1445. https://doi.org/10.1016/j.pec.2019.03.004
  2. Führer, A., & Brzoska, P. (2022). Die Relevanz des Dolmetschens im Gesundheitssystem. Das Gesundheitswesen, 84(05), 474–478. https://doi.org/10.1055/a-1276-0897
  3. Díaz-Millón, M., & Olvera-Lobo, M. D. (2025). Systematic meta-review on migrant healthcare access: Language barriers and the role of translation. Journal of Migration and Health, 12, 100358. https://doi.org/10.1016/j.jmh.2025.100358
  4. Hertner, L., Schödwell, S., Savin, M., Penka, S., & Kluge, U. (2025). Sprachbarrieren in der Gesundheitsversorgung – eine explorative Befragung von Gesundheitspersonal und Vertreter*innen der migrantischen (Selbst-)Organisation in Baden-Württemberg. Das Gesundheitswesen, 87(08/09), 546–554. https://doi.org/10.1055/a-2595-0793
  5. Schödwell, S., Savin, M., Lauke, A., Abels, I., Abdel-Fatah, D., Penka, S., & Kluge, U. (2022). Strukturelle Diskriminierung und Rassismus in der Krankenhausversorgung: Die Rolle ökonomischer Rahmenbedingungen in der interkulturellen Öffnung. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 65(12), 1307–1315. https://doi.org/10.1007/s00103-022-03615-x
  6. Positionspapier Bündnis Sprachmittlung: Kurzversion und Langversion
  7. Heath, M., Hvass, A. M. F., & Wejse, C. M. (2023). Interpreter services and effect on healthcare–A systematic review of the impact of different types of interpreters on patient outcome. Journal of Migration and Health, 7, 100162. https://doi.org/10.1016/j.jmh.2023.100162
  8. Qualifizierungs-Angebot: SprInt Qualifizierung zum/zur Sprach- und Integrationsmittler/-in   
  9. Geiling, A., Knaevelsrud, C., Behnam Shad, K., & Stammel, N. (2022). Psychotherapie mit Dolmetschenden – Schritt für Schritt. PSYCH up2date, 16(02), 102–107. https://doi.org/10.1055/a-1392-3352